Reihe „Mittagsvisite”: Augenmagnet | Alles muss raus! — mit Dr. Alois Unterkircher

Ingolstadt

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Début
06.10.2026 12:30

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Mit dieser Mittagsvisite wird die Mini-Ausstellung: „Alles muss raus! Körperliche Hinterlassenschaften. Jeden Monat neu!“ fortgesetzt. Ermöglicht wurde dieses Projekt in Zeiten knapper Kassen durch die „Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Medizinhistorischen Museums Ingolstadt e.V.“. Im Oktober ist die Alles-muss-raus-Vitrine dem Thema „Fremdkörper“ gewidmet - kleinen Dingen, die von außen in den Körper eingedrungen sind und diesen möglichst schnell wieder verlassen sollten, um bleibende Schäden zu vermeiden. Dr. Alois Unterkircher stellt hierzu einen historischen Augenmagneten vor, mit dem Metallsplitter aus dem Auge herausgezogen werden konnten. Ende des 19. Jahrhunderts wurden derartige Magnete in der Augenheilkunde eingesetzt. Es kam gar nicht so selten vor, dass bei jemandem ein metallischer Fremdkörper im Auge steckte. Gerade bei den metallverarbeitenden Berufen wie Schmieden, Schlossern und Maschinenbauern konnten sich Späne oder kleine Stücke vom Werkstück lösen und mit hoher Geschwindigkeit ins Auge eindringen. Mit einem starken Magneten versuchte man, diese Teilchen anzuziehen und vorsichtig aus dem Auge zu entfernen. So konnten schwere Entzündungen und dauerhafte Schädigungen des Auges verhindert werden. Vor der Entwicklung solcher Magnete konnten solche Metallsplitterverletzungen durchaus zur dauerhaften Schädigung des Auges, ja sogar zur Erblindung führen. Der deutsche Augenarzt Julius Hirschberg (1843–1925) wurde zu einem wahren Spezialisten auf dem Gebiet. Er entwickelte auch weitere Apparate, mit denen man kleinste Splitter im Auge lokalisieren konnte. Unterkircher stellt bei dieser Mittagsvisite einen Tischmagneten nach Hirschberg vor und geht näher auf die vielseitige Biografie dieses bedeutenden Pioniers der Augenheilkunde ein. Für die Teilnahme an den Mittagsvisiten ist keine Voranmeldung nötig, der Eintritt zu den Mittagsvisiten und zur „Alles muss raus!“-Vitrine im Eingangsbereich des Sonderausstellungsraumes ist frei.

Tags

  • bildung
  • geschichte
  • kultur
  • medizin

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ingolstadt.live via ingolstadt.live

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