Gym — Uraufführung • von Verena Keßler • in einer Bühnenfassung von Dinah Wiedemann
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- Beginn
- 29.11.2026 20:00
Beschreibung
Sie ist die Protagonistin. Namenlos, denn in ihrem alten Job kannte sie eh jede*r und im MEGA GYM zählt kein Vorleben, nur der aktuelle Körperstatus. Ihre Vergangenheit ist ein Sammelsurium aus Fehlentscheidungen, ihr Jetzt ein weicher Chips-Bauch. Nach dem Verlust ihres Agenturjobs sucht sie Arbeit dort, wo alles eine Lösung hat: im MEGA GYM, einem Hochglanztempel des Körpers. Um ihren nicht-mega-tauglichen Bauch zu erklären, erfindet sie eine Schwangerschaft. Studiobesitzer Ferhat, Feminist, ist gerührt: Eine alleinerziehende Frau, die „trotz allem“ weitermacht. Er stellt sie ein und überreicht ihr einen personalisierten Trainingsplan. Plötzlich scheint alles perfekt: definierte Körper, harmlose Tresenflirts, keine Überstunden. Doch bald wollen alle Babyfotos sehen. Namen hören. Geschichten. Als die Profi-Bodybuilderin Vick auftaucht, wird klar: Das Fake-Kind ist nur das kleinste ihrer Probleme. Aus Bewunderung wird Neid, aus Neid Konkurrenz, aus Selbstoptimierung Fanatismus. Die Arbeit am Körper wird zum Wahn. Sie will nicht mehr nur dazugehören. Sie will besser sein als Vick. Sie will die Beste sein – und ihre dunkelste Seite zeigt sich. Verena Keßlers Roman „Gym“ erzählt von Obsession, Ehrgeiz und Selbstzerstörung. Die gefeierte Regisseurin Jessica Weisskirchen erforscht mit ihrem Team die Frage: Was ist, wenn das Leben außer Kontrolle gerät – bleibt dann nur noch der Körper und der Glaube, ihn beherrschen zu können?
Quelle
ingolstadt.live via ingolstadt.live